The Arrogance of Space - Große Heimstraße

Man hört, die Große Heimstraße soll Teil des Radschnellwegs werden. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn man dort als Radfahrer sich überhaupt angemessen fortbewegen könnte. Wie man auf dem Foto sehen kann, ist der überwiegende Teil des gesamten Verkehrsraums mit Autos zugestellt. Für Fußgänger bleibt links und rechts ein vergleichsweise schmaler Bügersteig. Für Radfahrer ist keine separate Fläche vorgesehen, sie sollen hier auf der Straße fahren. Diese ist nicht nur auf den vielen ausgewiesenen Stellflächen durch Autos okkupiert, sondern generell mit parkenden Autos angefüllt. Obendrein ist der Straßenbelag in einem für Radfahrer gefährlichen Zustand.

Diese eigentlich sehr breite Straße wird somit zum Hindernisparcours für Radfahrer. Sie müssen dem Gegenverkehr, den Schlaglöchern und den parkenden Autos ausweichen. 

 Foto: ©2017 Christian Noack, Große Heimstraße im Kreuzviertel, Blick in Richtung Innenstadt. Die eklatante Ungleichverteilung der Verkehrsfläche zugunsten von Kraftfahrzeugen muss hier gar nicht farblich hervorgehoben werden, sie ist auch so überdeutlich.

Foto: ©2017 Christian Noack, Große Heimstraße im Kreuzviertel, Blick in Richtung Innenstadt. Die eklatante Ungleichverteilung der Verkehrsfläche zugunsten von Kraftfahrzeugen muss hier gar nicht farblich hervorgehoben werden, sie ist auch so überdeutlich.

 Quelle: OpenStreetMap

Quelle: OpenStreetMap

Ein treffendes Beispiel dafür, dass man in Dortmund zum alltäglichen Radfahren ein gewisses Maß Chuuzpe braucht.   Das Problem ließe sich hier dadurch lösen, dass man die parkenden Autos aus dem eigentlichen Fahrbereich verbannt und die Asphaltdecke erneuert.

 

p.s.: Die Serie "the arrogance of space" ist in Anlehnung an die gleichnamige Serie von Beiträgen auf copenhagenize.com entstanden.  

-- Christian