Ein Spieltag in Dortmund

Der BVB spielt mal wieder zu Hause. Und wie jedes Heimspiel wird auch dieses begleitet von einer vollständigen Inanspruchnahme sämtlicher im Umfeld des Stadions halbwegs freier Flächen durch parkende Fußballfans. Es wird auf den Straßen, vor Einfahrten, in den Grünstreifen an Kreuzungen und auf Rad- und Fußwegen geparkt. Das ist regelmäßig eine schlimme Zumutung für die Anwohner und die Passanten. Hinzu kommt eine spürbare Luftverschmutzung durch tausende mit dem eigenen PKW anreisende Fans.

 Foto ©2017 Christian Noack,  An Spieltagen häufige Blockade des Radwegs am Krückenweg

Foto ©2017 Christian Noack,  An Spieltagen häufige Blockade des Radwegs am Krückenweg

Natürlich muss von Anwohnern und Passanten ein gewisses Maß an Belästigung durch Großveranstaltungen hingenommen werden, sonst wären die Veranstaltungen gar nicht möglich.  Bei Heimspielen bleibt es aber leider nicht bei Belästigungen. Es kommt vielfach zu Behinderungen und Gefährdungen. 

Auf Anfrage teilte mir die Verkehrsüberwachung schriftlich mit, dass an Spieltagen und bei anderen Großveranstaltungen regelmäßig kontrolliert wird und dass „Ordnungswidrigkeiten ... selbstverständlich entsprechend geahndet“ würden. Allerdings könnten „Überwachungen lediglich innerhalb der zur Verfügung stehenden, personellen Ressourcen vorgenommen werden“. Das ist sicherlich zutreffend. Von der Seite ist also eher keine Verbesserung der Situation zu erwarten. 

Es gäbe aber sicherlich Maßnahmen, die einen Teil der Ordnungswidrikeiten von vornherein verhindern könnten wie z.B. Poller, die das Befahren der Fuß- und Radwege unmöglich machten. Auch die Einrichtung von Einfahrverboten in den umliegenden Anwohnerstraßen wäre denkbar.

Der Anpruch immer und überall mit dem Auto möglichst nah an die gewünschten Zielort heranfahren zu können muss überdacht werden. Das gilt nicht nur für Fußballfans, sonder z.B. auch für Eltern, die Ihre Kinder zur Schule bringen. Aber das ist ein anderen Thema. 

— Christian