Die fast perfekte Rad-Station

Die Rad-Station am Hauptbahnhof gibt es nun ja schon eine ganze Weile. Das Parken geht dort super. Die Station ist sauber und hell und die Mitarbeiter sind durchweg sehr nett. Wer mit dem Zug pendelt kann so den Bahnhof optimal erreichen, weiß sein Fahrrad in Sicherheit und muss nach dem Abstellen nur wenige Meter zu Fuß gehen bis er am Gleis ist. Die Preise sind sehr moderat und alles geht ohne großen organisatorischen Aufwand. Wirklich alles in allem sehr gelungen, bis auf eins: man kann den Eingang der Rad-Station nicht fahrend mit dem Rad erreichen. Die Fläche vor dem Eingang ist für Fußgänger reserviert. Man müsste also eigentlich sein Rad die letzten 20 Meter schieben. Wenn man von der anderen Seite des Walls kommt, muss man auch noch über die Fußgängerampel. Dort gibt es auch keinen Radstreifen.

Wer plant sowas? Man stelle sich vor, Autofahrer müssten zehn Meter vor dem Parkplatz aussteigen und ihr Fahrzeug in die Parklücke schieben. Das fände keine Akzeptanz.

Ein Blick über die Grenze zeigt, dass es auch anders gehen kann. In Rotterdam beispielsweise kann man direkt mit dem Rad in das unterirdische Fahrradparkaus unter dem Bahnhof fahren. Und zum Herausfahren gibt es Rollbänder, um den Höhenunterschied zu bewältigen.  In Dortmund wäre eine ebenerdige Lösung mit viel weniger Aufwand zu erreichen.

-- Christian

 Foto: ©2016 Christian Noack, Ausfahrt aus dem Fahrradparkhaus am Rotterdamer Hauptbahnhof

Foto: ©2016 Christian Noack, Ausfahrt aus dem Fahrradparkhaus am Rotterdamer Hauptbahnhof