Gefährdungsstreifen am Vinckeplatz

Am Vinckeplatz in Dortmund gibt es auf der Straße einen sog. Schutzstreifen für Radfahrer.  Dieser sollte hier besser „Gefährdungsstreifen“ heißen. Er suggeriert eine Sicherheit, die es an dieser Stelle nicht gibt. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, beträgt der zur Verfügung stehende Raum gerade mal etwas mehr als Lenkerbreite. Der Streifen ist zu schmal und wird von schlecht parkenden Autos weiter verengt. Das Rechtsabbiegen in die Kreuzstraße ist für Radfahrer sehr gefährlich. Man wird von den Autos nicht wahrgenommen und hat zu wenig Raum.

An dieser Stelle müsste der rechte Parkstreifen weichen, um ausreichend Platz für Fahrräder zu schaffen. Sollte das nicht gemacht werden, muss der Schutzstreifen weg und die Radfaher sollten hier mittig auf der Fahrbahn fahren, um sicher über die Kreuzung zu kommen. So wie es momentan gelöst ist, werden Radfahrer, die sich aus verständlichen Gründen nicht einquetschen lassen wollen und deshalb auf dem Autostreifen fahren, von Autofahrern bedrängt, genötigt, beleidigt oder geschnitten.

Vinckeplatz/Kreuzstraße in Dortmund, © 2017 C. Noack, veröffentlicht unter Creative Commons BY

Vinckeplatz/Kreuzstraße in Dortmund, © 2017 C. Noack, veröffentlicht unter Creative Commons BY

Unfall wegen fehlender Markierung

Ende Oktober kam es an der Einmündung Mentlerstraße/Krückenweg zu einem Unfall zwischen einem PKW und einem Fahrrad. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Wie ich im September schon mal schrieb, ist diese Einmündung für Radfahrer, die auf dem Krückenweg von Süden (im Bild rechts) kommen und die Mentlerstraße kreuzen, sehr gefährlich. Sie kommen von einem gemischten Fuß-/Radweg mit Benutzungspflicht und fahren gegen die Fahrtrichtung in die freigegeben Einbahnstraße, die parallel zum Krückenweg verläuft (im Bild links).  Aus Sicht des Radfahrers/der Radfahrerin fährt man durchgängig Radweg. 

Der rechtsabbiegende Autofahrer/die -fahrerin kann das aber kaum erkennen. Bis auf das mickrige Zusatzschild über dem Vorfahrt-Achten-Schild gibt es keinen Hinweis darauf, dass von rechts Radfahrer kommen könnten. Hier muss dringend, eine Markierung auf der Straße erfolgen, damit keine weiteren Unfälle passieren. 

Autofahrer erkennen den Radweg nicht

Autofahrer erkennen den Radweg nicht

Radfahrer dürfen den Rad-/Fußweg in beide Richtungen befahren.  

Radfahrer dürfen den Rad-/Fußweg in beide Richtungen befahren.  

Details zur Kreuzungssituation inkl. Fotos und Karte findet Ihr hier: https://www.dortmund-cyclist.me/blog/2017/9/14/freigabe-einer-einbahnstrae-mit-unzulnglicher-markierung 

Da muss noch einiges dazu gelernt werden

Der breite Streifen rechts nennt sich Radweg und befindet sich an der Ecke Am Hombruchsfeld/Stockumer Straße in Dortmund. Für ganz viele ist ein Radweg offenbar vorwiegend dazu da, etwas darauf abzustellen (PKWs, Lieferwagen, Schilder, Anhänger, Container usw.).

© 2017 C. Noack, veröffentlicht unter Creative Commons BY

© 2017 C. Noack, veröffentlicht unter Creative Commons BY

Hier sieht man wieder schön wie jahrzehntelange Beeinflussung der Bürger durch die Automobil- und Ölindustrie das Denken der Menschen nachhaltig beeinflusst hat. Autos  sind für die meisten Menschen in Deutschland so selbstverständlich ein wichtiger Teil ihres Lebens, dass es für sie kaum möglich ist, sich vorstellen, darauf zu verzichten oder überhaupt nur anzuerkennen, dass es weitere Verkehrsteilnehmer gibt, die die gleichen Rechte haben. Das macht sich dann beim Autofahren und Parken, aber auch beim Schilderaufstellen bemerkbar. Die Schilderaufsteller sind in der Regel ja auch Autofahrer.

Von Holland lernen, heißt siegen lernen: Knotenpunkte jetzt auch in Dortmund!!!!

Es gibt mal wieder was Positives zu berichten. Auch in Dortmund wird das Knotenpunktsystem nach niederländischen Vorbild eingeführt. Die Knotenpunkte erleichtern die Planung einer Tour und die Orientierung im Radwegenetz. Die Knotenpunkte werden ergänzend zu den vorhandenen rot-weißen Wegweisern ausgewiesen. Details dazu gibt es beim Regionalverband Ruhr.

© 2017 C. Noack, veröffentlicht unter Creative Commons BY

© 2017 C. Noack, veröffentlicht unter Creative Commons BY

Hier in Barop steht einer der neuen Knotenpunkte. Eine sehr gute Idee, auch wenn sie gerade an diesem Punkt nicht optimal ausgeführt ist. Dieser Knotenpunkt hat drei benachbarte Knotenpunkte, am Wegweiser ist aber nur einer ausgeschildert. Außerdem ist im Plan der Streckenverlauf an dieser Kreuzung nicht genau zu erkennen, weil die Knotennummer "48" genau darauf gedruckt wurde. Es ist daher schwierig zu ermitteln wo man lang fahren muss wenn man beispielsweise von 47 kommt und nach 4 möchte. Besser wäre, die Karte um einen Ausschnitt zu ergänzen, der genau den aktuellen Ort inkl. Richtungsweisung zu den benachbarten Knoten darstellt.  Aber ich will nicht zu viel meckern, denn das sind ja Kleinigkeiten, die verbessert werden können.

— Christian

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Dreh‘ Deine Stadt

© 2017 C. Noack, veröffentlicht unter Creative Commons BY

© 2017 C. Noack, veröffentlicht unter Creative Commons BY

Am 7. Oktober 2017 fand in Wuppertal in Utopiastadt das erste ‚Dreh-Deine-Stadt’-Netzwerktreffen der Region „Rhein-Ruhr“ statt. Der Volksentscheid Fahrrad Berlin und Changing Cities hatten eingeladen zu diesem Vernetzungstreffen. Es ging um Mobilität und lebenswerte Städte und es sind viele Leute gekommen.

Der Ort hätte besser nicht sein können, denn er steht mit seiner Lage an der Nordbahntrasse und der inhaltlichen Ausrichtung als Kunst-, Kultur- und Gesellschaftszentrum für eine progressive Gesellschaftsentwicklung und eine positive Zukunft.

  Foto: © 2017 Christian Noack, Die Teilnehmer lernen sich und ihre Initiative beim Speed Dating kennen

 

Foto: © 2017 Christian Noack, Die Teilnehmer lernen sich und ihre Initiative beim Speed Dating kennen

Die knapp 50 Teilnehmer kamen als Vertreter verschiedener Initiativen, Clubs und Vereine oder als Einzelpersonen u.a. aus Wuppertal, Bochum, Essen, Münster, Düsseldorf, Köln, Witten und anderen Städten.  Es fand ein intensiver Wissensaustausch zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnenplanung und Einfluss auf die lokale Politik statt. Viele der Teilnehmer sehen sich nicht als „Radfahrer“ in Abgrenzung zum „Autofahrer“, sondern wollen einfach nur entspannt und sicher radfahren und dieses auch anderen ermöglichen.

Das war ein sehr gelungenes Treffen. Besten Dank an die Organisatioren, vor allem an Michael Schulte von Changing Cities. Mich hat begeistert, dass man die Gelegenheit hatte, die Personen kennenzulernen, deren Blogs und Tweets man regelmäßig liest.

 

— Christian

 

Entspannt mit dem Rad von Wuppertal nach Dortmund

Beruflich bin ich regelmäßig in Wuppertal. Da ich in Dortmund wohne, bietet es sich an, die Strecke gelegentlich mit dem Rad zu fahren. Das mache ich schon seit einigen Jahren. Nun ist es aber durch die Umwidmung von alten Bahntrassen zu Radwegen zu einer wirklich sehr schönen Tour geworden.

In der Regel starte ich am Robert-Daum-Platz in Elberfeld. Von dort aus geht es über die Briller Str. zum Bahnhof Ottenbruch und dort auf die Nordbahntrasse. Die Nordbahntrasse führt bis zum Bahnhof Schee. Dort startet die Alte Kohlenbahn, die ich bis zur B234 in Hiddinghausen fahre.  

Foto ©2017 Christian Noack, Alte Kohlenbahn zwischen Wuppertal und Albringhausen

Foto ©2017 Christian Noack, Alte Kohlenbahn zwischen Wuppertal und Albringhausen

Nach nur ein paar Metern über die Bundesstraße biegt man rechts die kaum befahrene Nebenstraßen ein, die einen bis zur Elbschetalbahn führen. Das war für mich eine Neuentdeckung, die ich dem Talradler verdanke. Am Ende der Trasse ist die Ruhrbrücke in Bommern schon in Sicht. Vor dort aus führt mich mein Weg durch Witten bis zum Rheinischen Esel. Die Passage durch Witten ist der Teil, der mir am wenigsten gefällt. Der Rheinische Esel ist dann wieder viel schöner, wenn auch mittlerweile etwas abgerockt. Von Persebeck aus ist es dann nur noch ein Katzensprung nach Dortmund.

Quelle: GPSies.com

Quelle: GPSies.com

Insgesamt eine Strecke, die man sehr gut fahren kann, weil sie nur zu einem sehr kleinen Teil durch den Autoverkehr führt und wenig Steigung hat. Ich bin die Route schon mit dem Rennrad (mit 25er oder 28er Reifen), mit einem Hardtail und mit dem Brompton gefahren und habe dabei immer Spaß gehabt. Mit einem Hollandrad habe ich es auch schon versucht - das war dann aber noch recht anstrengend.

Den Track und Details zur Strecke findet Ihr zum Download auf GPSies.

— Christian

Ein Spieltag in Dortmund

Der BVB spielt mal wieder zu Hause. Und wie jedes Heimspiel wird auch dieses begleitet von einer vollständigen Inanspruchnahme sämtlicher im Umfeld des Stadions halbwegs freier Flächen durch parkende Fußballfans. Es wird auf den Straßen, vor Einfahrten, in den Grünstreifen an Kreuzungen und auf Rad- und Fußwegen geparkt. Das ist regelmäßig eine schlimme Zumutung für die Anwohner und die Passanten. Hinzu kommt eine spürbare Luftverschmutzung durch tausende mit dem eigenen PKW anreisende Fans.

Foto ©2017 Christian Noack,  An Spieltagen häufige Blockade des Radwegs am Krückenweg

Foto ©2017 Christian Noack,  An Spieltagen häufige Blockade des Radwegs am Krückenweg

Natürlich muss von Anwohnern und Passanten ein gewisses Maß an Belästigung durch Großveranstaltungen hingenommen werden, sonst wären die Veranstaltungen gar nicht möglich.  Bei Heimspielen bleibt es aber leider nicht bei Belästigungen. Es kommt vielfach zu Behinderungen und Gefährdungen. 

Auf Anfrage teilte mir die Verkehrsüberwachung schriftlich mit, dass an Spieltagen und bei anderen Großveranstaltungen regelmäßig kontrolliert wird und dass „Ordnungswidrigkeiten ... selbstverständlich entsprechend geahndet“ würden. Allerdings könnten „Überwachungen lediglich innerhalb der zur Verfügung stehenden, personellen Ressourcen vorgenommen werden“. Das ist sicherlich zutreffend. Von der Seite ist also eher keine Verbesserung der Situation zu erwarten. 

Es gäbe aber sicherlich Maßnahmen, die einen Teil der Ordnungswidrikeiten von vornherein verhindern könnten wie z.B. Poller, die das Befahren der Fuß- und Radwege unmöglich machten. Auch die Einrichtung von Einfahrverboten in den umliegenden Anwohnerstraßen wäre denkbar.

Der Anpruch immer und überall mit dem Auto möglichst nah an die gewünschten Zielort heranfahren zu können muss überdacht werden. Das gilt nicht nur für Fußballfans, sonder z.B. auch für Eltern, die Ihre Kinder zur Schule bringen. Aber das ist ein anderen Thema. 

— Christian

Cambium C17, langstreckentauglich, aber Vorsicht bei Jeans

Nachdem Radelmädchen schon begeistert von der Langstreckentauglichkeit ihres Brooks Cambium C17 berichtet hat, lasse auch ich mich zu einem kurzen Review hinreißen.  Heute war ein überraschend schöner Tag. So schön, dass ich mich völlig unvorbereitet dazu entschied, nach der Arbeit von Wuppertal nach Dortmund zu radeln. Unvorbereitet bedeutet in diesem Fall, ich hatte nicht mein altes Rennrad dabei, sondern das Brompton und auch keine Sportkleidung, sondern eine Jeans, ein T-Shirt und eine Vaude-Jacke. Egal, es war schönstes Herbstwetter und ich radelte los.

Den Cambium-Sattel habe ich erst seit kurzem. Heute war mein erster längerer Ausritt. Er muss ja nicht einfahren werden, sondern entfaltet vom ersten Moment an das endgültige Sitzgefühl. Nach 48 Kilometern kann ich sagen, er ist fest, aber angenehm zu fahren. Mir schlafen sonst schon mal gerne die Füße ein (wahrscheinlich fahre ich zu langsam). Das war heute aber gar nicht der Fall. Ich hätte gut auch noch ein paar Kilometer länger darauf sitzen können. Ich finde auch die Kombination mit der Brompton-Federung super: festes Sitzgefühl und trotzdem Schutz vor harten Schlägen. Schick sieht der C17 auch noch aus.

Allerdings muss ich eine Einschränkung machen, die mir unter anderen Umständen gar nicht aufgefallen wäre: nach knapp 50 Kilometern färbt die Jeans auf den Sattel ab. Vielleicht ist das nur am Anfang so, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall ist es nicht schön. Weder für die Hose, noch für den Sattel. 

Foto (c) 2017 Christian Noack:   Die hellblaue Jeans hinterlässt deutliche Farbspuren auf dem Sattel

Foto (c) 2017 Christian Noack:   Die hellblaue Jeans hinterlässt deutliche Farbspuren auf dem Sattel

Ansonsten eine bequeme und schöne Kombination: Brompton und Brooks Cambium C17

 

— Christian

The Arrogance of Space - Wittekindstraße

An der Wittekindstraße liegt in der Nähe der B1 die U-Bahn-Station "Theodor-Fliedner-Heim" . Dort ist auch der Zugang zum Stadion. Die Wittekindstraße, die im weiteren Verlauf Krückenweg heißt, bietet den Radfahrern und Fußgängern bis runter zur Palmweide ausreichend viel Platz, wenn auch mal wieder nur optisch voneinander getrennt.

Die Ausgestaltung der Kreuzung am "Theodor-Fliedner-Heim" ist allerdings für Radfahrer und Fußgänger ungeeignet bis gefährlich. 

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Wie man im Bild erkennen kann steht den Autofahrern sehr viel Platz zur Verfügung (rot markierte Fläche). Die Fußgägner, die die Wittekindstraße überqueren wollen, müssen auf einem sehr schmalen Streifen (blau) warten und stehen daher regelmäßig auf dem Radweg (grün). Dort konkurrieren sie mit Radfahrern die versuchen unfallfrei durch die Lücke zwischen den beiden Ampelmasten zu fahren. Diese treffen dort oft auf Radfahrer aus der Gegenrichtung. Der zur Verfügung stehende Platz reicht nicht aus, daher fahren und stehen Fußgänger und Radfahrer wild durcheinander. Ein krasses Beispiel von Bevorzugung des motorisierten Verkehrs.

Eine deutliche Verbesserung wäre es schon, wenn der Radweg nach links an den Fahrbahnrand rückte und der Ampelmast rechts neben den Radweg. Dann noch ein Haltestreifen auf den Radweg malen und den Haltestreifen für die Autos 2 Meter zurück versetzen.  Das wäre noch nicht optimal aber mit überschaubarem Aufwand realisierbar.

Quelle: Open Street Map

Quelle: Open Street Map

p.s.: Die Serie "the arrogance of space" ist in Anlehnung an die gleichnamige Serie von Beiträgen auf copenhagenize.com entstanden. 

Termin: Dreh‘ Deine Stadt

Schlange vor einer Ampel in Kopenhagen, Foto ©2017 Christian Noack 

Schlange vor einer Ampel in Kopenhagen, Foto ©2017 Christian Noack 

Wenn man einen Blog über das Fahrradfahren in einer deutschen Großstadt schreibt, gerät man leicht in die Versuchung, sich auf die negativen Aspekte der Infrastruktur und das unangemessene Verhalten von motorisierten Verkehrsteilnehmern zu fokussieren. Das soll aber erklärtermaßen nicht alleiniger Inhalt meines Blogs sein. Stattdessen möchte ich auch die positiven Momente des Radfahrens aufzeigen und auf Veränderungen hinweisen, die mich optimistisch stimmen. Die fahrradfreundliche Infraktstruktur in Kopenhagen ist ja auch nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis jahrelanger aktiver Entwicklung. Das ist auch bei uns möglich.  Deshalb möchte ich auf ein Treffen hinweisen, das solche Veränderungen zum Positiven ermöglichen kann:

Der Volksentscheid Fahrrad Berlin hat ja bekanntlich schon einiges erreichen können, auch wenn das Ende des Weges noch nicht erreicht ist. Nun soll der Elan dieses Vorhabens auf andere Regionen  übertragen werden. Deshalb veranstaltet der Volksentscheid Fahrrad Berlin und sein Trägerverein Changing Cities e.V.  am 07.10.2017 in Wuppertal unter dem Motto „Dreh Deine Stadt“ ein Vernetzungstreffen für und mit Radengagierten aus Nordrhein-Westfalen. Wir mitmachen möchte, kann sich hier anmelden:  

https://drehdeinestadt.wordpress.com/startseite/kontakt/

 

— Christian

 

 

Eine Falle: Freigegebene Einbahnstraße mit unzulänglicher Markierung

An der Kreuzung Krückenweg-Mentlerstraße endet die in Richtung Süden parallel zum Krückenweg verlaufende Anliegerstraße. Diese ist eine Einbahnstraße, die aber von Radfahrern auch in Richtung Norden befahren werden darf. Die Radfahrer kommen dann vom gemeinsamen Fuß/Radweg (im Bild 1 an der Litfaßsäule entlang), kreuzen die Mentlerstraße, um dann in die Einbahnstraße zu fahren.  Die Einbahnstraße ist korrekt gekennzeichnet und die Freibage für Radfahrer ist auch auf dem Asphalt am Ende der Einbahnstraße markiert.

Für Autofahrer, die aus der Mentlerstraße kommen ist die Markierung aber kaum sichtbar.  Sie fahren dem roten Pfeil (Bild 2) folgend und versuchen oft Autobahn-gleich auf den zweispurigen Krückenweg einzufädeln. Die aus ihrer Sicht von rechts kommenden Radfahrer (blauer Pfeil) werden mit Regelmäßigkeit übersehen und geraten so in lebensgefährliche Situationen. Ich konnte das schon oft beobachten und mir selbst ist es auch schon mehrfach passiert. Für Radfahrer ist die Situation ebenfalls unübersichtlich, denn es ist nicht klar zu erkennen, wir hier Vorfahrt hat, die geradeaus fahrenden Radfahrer (aus beiden Richtungen) oder der abbiegende Autoverkehr?

Hier müsste eine deutliche, durchgängige Fahrsteifenmarkierung für Radfahrer angebracht werden, am besten in rot. Das wäre eine vergleichsweise günstige Maßnahme, um an dieser Stelle einen schlimmen Unfall zu verhindern.

Blick von Norden - Richtung Hombruch, von rechts kommt die Mentlerstraße

Blick von Norden - Richtung Hombruch, von rechts kommt die Mentlerstraße

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Blick von Süden - Richtung Innenstadt, rechts ist der Krückenweg, von links kommt die Mentlerstraße

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Quelle: Open Street Map

 

Bis mein Anliegen erhört wird bleibt den Radfahrern an dieser Stelle nur besonders vorsichtig zu sein. 

 

-- Christian

The Arrogance of Space - Große Heimstraße

Man hört, die Große Heimstraße soll Teil des Radschnellwegs werden. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn man dort als Radfahrer sich überhaupt angemessen fortbewegen könnte. Wie man auf dem Foto sehen kann, ist der überwiegende Teil des gesamten Verkehrsraums mit Autos zugestellt. Für Fußgänger bleibt links und rechts ein vergleichsweise schmaler Bügersteig. Für Radfahrer ist keine separate Fläche vorgesehen, sie sollen hier auf der Straße fahren. Diese ist nicht nur auf den vielen ausgewiesenen Stellflächen durch Autos okkupiert, sondern generell mit parkenden Autos angefüllt. Obendrein ist der Straßenbelag in einem für Radfahrer gefährlichen Zustand.

Diese eigentlich sehr breite Straße wird somit zum Hindernisparcours für Radfahrer. Sie müssen dem Gegenverkehr, den Schlaglöchern und den parkenden Autos ausweichen. 

Foto: ©2017 Christian Noack, Große Heimstraße im Kreuzviertel, Blick in Richtung Innenstadt. Die eklatante Ungleichverteilung der Verkehrsfläche zugunsten von Kraftfahrzeugen muss hier gar nicht farblich hervorgehoben werden, sie ist auch so überdeutlich.

Foto: ©2017 Christian Noack, Große Heimstraße im Kreuzviertel, Blick in Richtung Innenstadt. Die eklatante Ungleichverteilung der Verkehrsfläche zugunsten von Kraftfahrzeugen muss hier gar nicht farblich hervorgehoben werden, sie ist auch so überdeutlich.

Quelle: OpenStreetMap

Quelle: OpenStreetMap

Ein treffendes Beispiel dafür, dass man in Dortmund zum alltäglichen Radfahren ein gewisses Maß Chuuzpe braucht.   Das Problem ließe sich hier dadurch lösen, dass man die parkenden Autos aus dem eigentlichen Fahrbereich verbannt und die Asphaltdecke erneuert.

 

p.s.: Die Serie "the arrogance of space" ist in Anlehnung an die gleichnamige Serie von Beiträgen auf copenhagenize.com entstanden.  

-- Christian

Was wirklich wichtig ist: Ein Fahrrad

Hans-Christian Ströbele wurde zum Ende seiner Dienstzeit als Abgeordneter gefragt, ob er sein Fahhrad einem Museum zur Verfügung stellen möchte. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk Kultur sagte er dazu:

"Das Deutsche Historische Museum hat schon mal nachgefragt. Ich würde ihm so einen Alterssitz gönnen. Vielleicht vermittelt es den jungen Leuten, die da durchgeschleust werden, das, was wirklich wichtig ist: Fahrrad." 

Quelle: Interview mit Deutschlandfunk Kultur vom 11.9.2017

-- Christian

 

Quelle: Pressefoto von Ströbele Online

Quelle: Pressefoto von Ströbele Online

Die fast perfekte Rad-Station

Die Rad-Station am Hauptbahnhof gibt es nun ja schon eine ganze Weile. Das Parken geht dort super. Die Station ist sauber und hell und die Mitarbeiter sind durchweg sehr nett. Wer mit dem Zug pendelt kann so den Bahnhof optimal erreichen, weiß sein Fahrrad in Sicherheit und muss nach dem Abstellen nur wenige Meter zu Fuß gehen bis er am Gleis ist. Die Preise sind sehr moderat und alles geht ohne großen organisatorischen Aufwand. Wirklich alles in allem sehr gelungen, bis auf eins: man kann den Eingang der Rad-Station nicht fahrend mit dem Rad erreichen. Die Fläche vor dem Eingang ist für Fußgänger reserviert. Man müsste also eigentlich sein Rad die letzten 20 Meter schieben. Wenn man von der anderen Seite des Walls kommt, muss man auch noch über die Fußgängerampel. Dort gibt es auch keinen Radstreifen.

Wer plant sowas? Man stelle sich vor, Autofahrer müssten zehn Meter vor dem Parkplatz aussteigen und ihr Fahrzeug in die Parklücke schieben. Das fände keine Akzeptanz.

Ein Blick über die Grenze zeigt, dass es auch anders gehen kann. In Rotterdam beispielsweise kann man direkt mit dem Rad in das unterirdische Fahrradparkaus unter dem Bahnhof fahren. Und zum Herausfahren gibt es Rollbänder, um den Höhenunterschied zu bewältigen.  In Dortmund wäre eine ebenerdige Lösung mit viel weniger Aufwand zu erreichen.

-- Christian

Foto: ©2016 Christian Noack, Ausfahrt aus dem Fahrradparkhaus am Rotterdamer Hauptbahnhof

Foto: ©2016 Christian Noack, Ausfahrt aus dem Fahrradparkhaus am Rotterdamer Hauptbahnhof

Critical Mass feiert Jubiläum

Gestern Abend feierte die Critical Mass in Dortmund ihr Siebenjähriges. Das wurde mit einem schönen Ausritt quer durch Dortmund begangen. Wir haben wieder viel Aufsehen erregt und es hat jede Menge Spaß gemacht. Vielen Dank an die "Altgedienten", die die Bewegung in Dortmund ins Leben gerufen haben.

Foto: ©2017 Christian Noack

Foto: ©2017 Christian Noack

Critical Mass in Dortmund ist jeden dritten Freitag im Monat um 19:00 am Friedensplatz. Fahrt mit!!!

 

p.s. Grüße an Phillip und Thiemo, die ich gestern kennenlernen durfte! 

-- Christian

Die Feuerwehr und der Radweg

Vor drei Tagen war es in Dortmund stürmisch, sehr sogar. Nachdem der schlimmste Wind vorüber war, war ich mit dem Rad am Krückenweg unterwegs. Dort hatte der Sturm einen kleinen Baum so unglücklich umgeweht, dass der Radweg zwischen Mercedes-Benz und der U-Bahn-Station "An der Palmweide" blockiert war. Die Radfahrer und die Fußgänger waren gezwungen, auf den viel befahrenen Krückenweg zu springen um die Stelle zu passieren.

Mit der Hand ließ sich der Baum nicht entfernen. Also rief ich bei der Feuerwehr in Dortmund an und schilderte dem freundlichen Herrn am Telefon das Problem. Kurze Zeit später hatte die Feuerwehr die Blockade beseitigt und man konnte dort wieder entlang radeln.

Vielen Dank für die schnelle Hilfe!

-- Christian

Foto: ©2015 Christian Noack

Foto: ©2015 Christian Noack

Kinder Transport in Holland

Unlängst habe ich in Amsterdam eine sinnvolle Art des Transports von Kindern gesehen. Das Fahrzeug heißt "Stint" und ist eine elektrisch betriebene Mischung aus Segway und Bollerwagen. Die Kinder sind an der frischen Luft, nehmen die Umgebung war und sind somit Teil des öffentlichen Raumes. Die Betreuer und Kinder beanspruchen ganz selbstverständlich die Ihnen zustehende Freiheit, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, ohne die Kinder einzuschließen und Astronauten-gleich abzusichern. Es wäre schön, wenn wir auch in Dortmund die Auto-Zentrierung der Infrastruktur zugunsten solcher Mobilitätskonzepte aufgeben könnten.

-- Christian 

Foto: ©2017 Christian Noack, Kindertransport in Amsterdam

Foto: ©2017 Christian Noack, Kindertransport in Amsterdam